Hello, what’s your name? My Name is Helga.

Hello, what’s your name? My Name is Helga.

Hello my name is Helga! Die fünfte Investorenrunde in BrewDogs Equity For Punks steht an, und wieder kann man Anteile an der wohl erfolgreichsten Kreativbrauerei Europas erstehen. Um dies zu feiern, gibt es gleich neun Sondersude, allesamt aus der „Hello My Name Is“-Serie. Für Deutschland sagt Helga „hallo“ – und geht Kirschen pflücken.

Weltweite Bekanntheit erlangte die Bierreihe Hello My Name Is, wie so oft bei BrewDog, durch bewusste Kontroverse. Waren die ersten Vertreter (Ingrid, Sonja und Beastie) noch harmlos, kam mit dem Mette Marit ein nach der einst umstrittenen norwegischen Thronfolgerin benanntes Bier auf den Markt – oder eben nicht. Denn in Norwegen hieß das Bier: Hello, My Name is Censored.

Hello, My Name is Vladimir setzte dem Ganzen die Krone auf, denn anlässlich Putins Äußerungen über Homosexuelle bei den olympischen Winterspielen brachte BrewDog ein Bier auf den Markt, dessen Etikett Putin quietschbunt und mit jeder Menge Make-up zeigte. Dazu posierten die Gründer von BrewDog mit männlich entblößter Brust zu Pferd und in der Tundra (oder dem, was der Tundra in den schottischen Highlands am nächsten kam). Das Konzept ging auf, und die Reihe der Double India Pale Ales mit jeweils einer ungewöhnlichen Zutat etablierte sich.

Für Deutschland heißt es nun also Hello My Name is Helga, analog zu z.B. Hello My Name is Päivi in Finnland. Helga mag offenbar Kirschen, und soll den deutschen Shareholdern und solchen, die es werden wollen, Equity for Punks schmackhaft machen. Das Bier ist seit dem 16. November 2017 im Verkauf. Lohnt es sich?

Verkostungsnotizen von Hello My Name is Helga


Das 8,2% Volumenprozent starte Bier zeigt im Glas ein schönes, leicht opalisierendes Rotgold mit relativ instabiler Schaumkrone. Beim Schwenken wirkt es am Glasrand ölig-schwer, was sich jedoch beim Trinken nicht bestätigt.

Der Geruch bringt zunächst typisch tropenfruchtige Noten, Mango und Papaya zuforderst. Die Kirschnote ist zwar da, hält sich aber vornehm zurück. Blütenhonig und ein grasiges bis nadelholzartiges Aroma vervollständigen den typischen IPA-Eindruck.

Beim ersten Schluck dann auch die erste Überraschung: Die Kirsche tritt deutlicher hervor als die tropischen und zitralen Aromen, ohne aber überhandzunehmen. Das Bier ist BrewDog-typisch wuchtig aromatisch, aber auch sehr schlank für ein Double IPA. Süße und Frucht sorgen für einen Eindruck von Kirschmet. Im Abgang wird es deutlich trocken. Die Bitterkeit ist punktgenau und stichelnd am Gaumen, bleibt jedoch aromatisch und harzig wie ein Nadelbaum. Hier sorgen Kirsche und die wärmende Alkoholnote für eine Sherrynote mit hölzern trockenem Charakter.

Alles in allem zeigt Helga die Qualität, die man von BrewDog inzwischen erwartet. Der besondere Reiz dieses Bieres liegt in dem subtilen Dialog der Kirsche mit den intensiven Noten eines Double IPAs, die sich schön ergänzen. Klare Probierempfehlung.

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